|
Indianer
in Nordamerika - Religion
Die
Schwitzhütte |
|
|
Kriege
(Indianer)
Schwitzhütte |
Die Schwitzhütte, die auch Inipi, Hütte der „Heiligen Steine„ oder Schwitzzelt genannt wird, war ein heiliger Ort. Der Sinn dieses Rituals war nicht nur die äußere und innere Reinigung des Körpers sondern diente auch als Verbeugung gegen Krankheiten.
In der Religion der nordamerikanischen Indianer ist die Schwitzhüttenzeremonie ein wichtiges Ritual, das die meisten Stämme von Nordamerika praktizierten. Den Lakota ( Sioux ) war diese Reinigungszeremonie schon seit ca. 2.500 Jahren bekannt. Für den Bau wird eine Grube neben dem Eingang der Schwitzhütte ausgehoben, der Platz für die „ heiligen Steine „ bietet .
12 oder 16 Zweige, die leicht biegsam sind, wie z.B. von jungen Birken, Fichten oder Weiden werden in die Erde gesteckt und zu einer halbrunden Kuppel zusammengebunden. Über dieses Gerüst spannte man dann Bisonhäute oder Decken und deckte das ganze mit Erde, Gras und Rinde ab Die Höhe einer Schwitzhütte war sehr gering, ein erwachsener Indianer konnte darin gerade aufrecht sitzen, 6 bis 8 Personen hatten in diesem Gebäude Platz.. Die Steine wurden in das Erdloch gelegt und feuerrot erhitzt. Dann wurden diese in die Hütte gerollt, der Eingang wurde verschlossen. Über die heißen Steine goß man Wasser, dem man Salbei oder andere wohlriechende Kräuter beimischte.. |
Während des Rituals wurden Gebete gesprochen und Lieder gesungen, die von Rasseln und Trommeln begleitet wurden. Zwischen den einzelnen Aufgüssen wurde entweder der Eingang gelüftet oder man sprang in kaltes Wasser oder soweit vorhanden, in Schnee, um sich abzukühlen.
Nach der Zeremonie wurde die „ Heiligen Steine „, die stets mit Ehrfurcht und Respekt behandelt wurden, außerhalb der Schwitzhütte gestapelt,
|
by
Horst Hubl 2006 |